Die actio spes unica

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Die actio spes unica wurde am 8. Februar 1977 als „Kampf- und Sühnegemeinschaft“ von Pfarrer Hans Milch gegründet.

Dem vorangegangen war die Gründung der „Bewegung für Papst und Kirche“ im Jahre 1969, die Hans Milch zusammen mit Professor Walter Hoeres und dem Mannheimer Oberstudienrat Dr. Fritz Feuling ins Leben rief. Ende der 1960er Jahre war Milch der Ansicht, das Zweite Vatikanische Konzil habe „gültige Texte“ verabschiedet, die von so genannten „Modernisten“ absichtlich falsch verstanden und missbraucht würden. Diese Sichtweise blieb in der Folgezeit weitgehend auf einige Kleingruppen beschränkt.

In dem Glauben, Gott für die durch den Einbruch des „Modernismus“ in die katholische Kirche zugefügten Beleidigungen stellvertretend Sühne leisten zu müssen, gründete Hans Milch im Jahre 1972 die „Gebets- und Sühnegemeinschaft“ spes unica, deren Mitglieder sich per Gelübde verpflichteten, täglich eine halbe Stunde lang für die „Rettung der Kirche“ zu beten, das Gebet zum hl. Erzengel Michael zu verrichten und jeden Freitag zu fasten.

Doch bereits nach zwei Jahren öffnete Hans Milch die spes unica auch für Menschen, die der katholischen Kirche dienen wollten, ohne sich durch ein so asketisches Gelübde zu verpflichten. Ebenso im Jahre 1974 nahm er Kontakt mit der 1970 in Ecône von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. auf, und trat für die Ausweitung ihrer Aktivitäten auf Deutschland ein.

Mitte der 1970er Jahre radikalisierte Milch seine Ansichten und betonte, dass das Konzil gegenüber der „progressistischen Katastrophe kein unschuldiges Neutrum ist“, wie er in einem Rundbrief vom März 1977 an die spes-unica-Mitglieder schreibt, sondern dass vielmehr zwischen dem angenommenen Niedergang des „Erscheinungsbildes der [katholischen] Kirche“ und den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils ein enger Zusammenhang bestehe. Mit einem Rundbrief vom 21. Oktober 1976 richtet er daher eine Umfrage an seine „Bewegung für Papst und Kirche“, um herauszufinden, wie viele Mitglieder seine Überzeugung teilen. Nachdem rund 60 % der Mitglieder ihre Zustimmung äußern, vereinigt Hans Milch diese Mitglieder der „Bewegung“ mit der spes unica am 8. Februar 1977 zur actio spes unica.

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